Partnerbeitrag
05. Februar 2015

Geld hin, Geld her, Geld weg?

Vermutlich bekannt ist der Spruch "Hin und her macht Taschen leer". Oder auch die Ansicht von André Kostolany "Kaufen Sie Aktien und nehmen Sie Schlaftabletten". Die Frage ist, stimmen diese Ansichten?

Prinzipiell kann bei Aktieninvestments mit "Buy and Hold" nicht viel falsch gemacht werden. Je mehr Zeit die Veranlagung hat, umso sicherer ist der Gewinn. Aber es geht auch anders.

Das Portfolio ändert sich

Wenn Sie sich ein Portfolio zusammengestellt haben und durch Mischung verschiedener Anlageklassen ein bestimmtes Risikoniveau erreichen wollten, dann sollten Sie in regelmäßigen Abständen einen prüfenden Blick darauf werfen. Es könnte nämlich sein, dass sich eine der Anlageklassen überdurchschnittlich gut entwickelt hat und eine andere nicht so ertragreich war. Dann verschiebt sich das einmal eingestellte Gleichgewicht und das Risiko verändert sich.

Im schlimmsten Fall entsteht ein sogenanntes "Klumpenrisiko". Dabei liegt zu viel Geld in einer Anlageklasse (oder Region, oder Branche, etc.). Schlägt der Trend um und genau bei dieser bei Anlageklasse geht es talwärts, ist der Ertrag des gesamten Portfolios gefährdet.

Portfolio anpassen oder nicht?

Was tun? Wenn Sie einen guten Berater haben, wird er (oder sie) sich mit Ihnen einmal im Jahr zusammensetzen und das Portfolio besprechen. Dabei ist zu klären, ob sich Ihre Erwartungen geändert haben, ob es neue oder wichtigere Ziel gibt, oder ob alles noch so ist wie vor einem Jahr. Und dann der Blick auf die aktuelle Verteilung: hat sich diese stark verschoben? Also beispielsweise von den Anleihen zu den Aktien? Wenn ja, wie stark wirkt sich das auf das Gesamtrisiko aus? Nehmen Sie das höhere Aktienrisiko in Kauf um mehr Erträge zu erhalten oder soll der Aktienanteil reduziert und dafür Anleihen gekauft werden? Natürlich wirkt sich auch Ihre Markteinschätzung aus: trauen Sie dem Trend oder meinen Sie, dass es bald vorbei ist?

Je nach Ergebnis dieser Überlegungen wird das Portfolio angepasst (oder eben nicht).

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil einer solchen "Re-Allokation" ist auch, dass "teure" Anteile verkauft und dafür "billige" Anteile gekauft werden. Meist passiert ja das Gegenteil: die Highperformer der letzten Zeit werden teuer zugekauft und die Looser billig verkauft - schon ist der Verlust da.
Experten raten diesen Vorgang max. einmal jährlich durchzuführen. Studien haben gezeigt, dass dadurch eine verbesserte Gesamtperformance erwirtschaftet wird.

Im Rahmen meiner jährlichen Depotbesprechungen mit meinen Kunden ist eine Depotanalyse fixer Bestandteil.

Wenn Sie mehr wissen wollen, dann kontaktieren Sie mich.
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